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Montag, 6. September 2010
Anglizismen sind nicht cool! PDF Drucken E-Mail
Unsere Kultur haben sie uns bereits geraubt, gebt ihnen nicht auch noch unsere Sprache!

Wenn eine Nation oder die Menschen die in einem bestimmten Sprachraum leben keine eigene Persönlichkeit haben, immer schauen was andere machen und sich sozusagen “Co-abhängig” von anderen Systemen, Strukturen und Umsetzungen machen, dann werden tendenziell verschiedene Systeme und Strukturen aus anderen Gesellschaften entnommen.

Die USraelische “Kultur” hat auf Europa einen großen Einfluß. Hat es dadurch in vielen Ebenen einfacher “Neues” zu Entwickeln und umzusetzen. Dafür gibt es jedoch auch viele Wege, die etwas merkwürdig sind. Vor allem aber zunächst einmal die Tatsache, daß vor allem Deutschland nach 1945 schon immer eine Art Identitätsproblem hatte. Man merkt, daß Deutschland sich, nach jahrelanger Umerziehung, nicht mehr richtig traut ein eigenes Gesicht zu haben.

So werden z.B. immer wieder neue Gesetze ratifiziert; alte, die sich als unnützer Ballast erweisen aber nicht wieder gestrichen. Die “Deutschen”, besser das BRD-Volk oder eben diejenigen, die es “verwalten”, sind nicht mehr in der Lage etwas Eigenständiges zu entwickeln. Deshalb werden Entscheidungen aus anderem entnommen als daß man was eigenes macht. USrael ist dabei, als Besatzungsmacht, welche großen Einfluss in Deutschland hat, sehr verbunden mit der Kultur und Sprache in diesem Land. Nicht nur “Manager”, auch Politiker, intellektuelle Künstler und viele Andere schauen über den großen Teich “Wie es denn da gemacht wird”. Es werden Strukturen von dort ohne zu hinterfragen übernommen. Und mit diesen Strukturen eben (aus Ermangelung eines “deutschen” Wortes) auch die Bezeichnung.

Für viele ist das zunächst einfach auch “cool”. Für manche Beschreibungen oder Prozesse existiert nicht einmal ein deutsches Wort. Und manches ergibt nur in der englischen Sprache einen Sinn, weil eben die ursprüngliche Idee aus dem englischsprachigen Umfeld kommt.

Ein Großteil benutzt Anglizismen aus purem Unverständnis. Es macht etwas her, wenn man einen passenden Anglizismus parat hat. Man steht damit in der gesellschaftlichen Leiter etwas höher. Und das ist für viele eben wichtig, auf den ersten Blick einen guten Eindruck zu machen. Es gibt ja noch etwas, was aus Amerika importiert wird. Und das ist die Oberflächlichkeit. Das bedeutet es geht oft gar nicht ums Verständnis, sondern nur darum “cool rüber zu kommen”. Es macht sich auch niemand die Mühe, eigene, deutsche Worte zu finden. (Im Schwedischen gibt es z.B. ein eigenes Wort für Computer = Dator, und kaum ein Schwede würde in schwedischer Sprache Computer sagen.) Doch gibt es natürlich viele Worte, für die ein adäquates, äquivalentes Wort im Deutschen existiert; nur, wenn man sowieso schon das englische Wort kennen muß, ist es vielen auch zu komplex, auch noch das deutsche Wort zu lernen. Vor allem, wenn das Deutsche sowieso keiner versteht, denn alle wollen ja “Cool” sein, und das Englische benutzen…

Quelle: Block F
 
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