Aktuelle Stunde im Römer zur Hazrat-Fatima Gemeinde
Aktuelle Stunde im Römer zur Hazrat-Fatima Gemeinde
In der gestrigen Sitzung der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung standen auch die aktuellen Vorgänge um den inzwischen zurückgetretenen Imam der Hazrat-Fatima Gemeinde auf der Tagesordnung.
Anlaß war eine Aktuelle Stunde zu gleich drei zu diesem Thema eingereichten Fragen für die Fragestunde im Stadtparlament. Der NPD-Stadtverordnete Jörg Krebs wollte in seiner Frage an den Magistrat wissen, ob dieser sich in Kenntnis der geistigen Ausrichtung des Imams Türkyilmaz im Jahr 2007 ebenso vorbehaltslos hinter die Hazrat-Fatima-Gemeinde und deren Bauvorhaben gestellt hätte.
Frankfurts sichtlich genervte „Integrationsdezernentin“ Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) teilte lapidar mit, daß der Imam im Jahre 2007 ja noch in Berlin lebte und dessen Einstellung daher für die Haltung des Magistrats in der Moscheebaudebatte „irrelevant“ sei. Diese 08/15-Antwort reichte Jörg Krebs nicht, weshalb er in der Aktuellen Stunde des Stadtparlaments neben Wolfgang Hübner (Freie Wähler) und Michael Langer (REP) nochmals das Wort ergriff. Krebs monierte die lakonische Antwort der Stadträtin und erklärte, daß seine Frage rein hypothetisch gemeint war und er sich daher auch eine hypothetische Antwort gewünscht hätte, die nur „Nein“ hätte lauten können.
Außerdem stellte Krebs fest, daß gerade die Frage nach möglichen antisemitischen und sonstigen extremistischen Tendenzen in der Hazrat-Fatima Gemeinde viele Kritiker des Bauvorhabens während der Debatte um den Hausener Moscheebau umgetrieben hätte. Solcherlei Kritik wurde allerdings seinerzeit vonseiten der Befürworter des Baus von vornherein „abgebügelt“ so Krebs. Letztlich bezeichnete der NPD-Stadtverordnete das Verhalten des Generalsekretärs der Gemeinde, Ünal Kaymakci, in der Auseinandersetzung der letzten Wochen als „Herumlaviererei“, die insgesamt wenig glaubwürdig sei.
Abschließend stellte er fest, daß sich der gesamte Frankfurter Magistrat, angeführt von der Oberbürgermeisterin, und all jene Römer-Parteien, die sich für den Bau der Moschee aussprachen, „bis auf die Knochen blamiert“ hätten. „Vor diesem Hintergrund kann ich mir eine gewisse Portion Schadenfreude einfach nicht verkneifen“ beendete Jörg Krebs seine Rede im Römer.